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Nachsaison in Kumköy

Nachsaison in Kumköy

Einfach mal Urlaub machen. Reisebericht von Tanja und Max

Es ist August. Später August. Wir – wir sind ein Pärchen, welches dank Studium und Ausbildung ständig unter Strom steht. Kein Wochenende frei, keine Pause zwischendrin und wir müssen dringend raus! September wäre gut, da haben wir endlich frei – also ab ins Reisebüro und beraten lassen.
Super viele Fragen in unseren Köpfen. Wo ist es jetzt noch warm? Klappt das alles so kurzfristig, oder sind wir viel zu spät dran? Unser Budget ist überschaubar, typisch Mittzwanzgier eben. Wir haben ca. 650 Euro pro Person. Pauschalreise wäre schön. Einfach in das Flugzeug steigen, Sonne auf der Haut, Sand zwischen den Zehen und am besten All Inclusive. Dieses Mal brauchen wir kein Abenteuer, keine Action und auch nicht unbedingt große Ausflüge. Wir möchten uns einfach nur entspannen und ja ich gebe es zu – ein bisschen Shoppen wäre auch nicht schlecht ;).
Klaus vom Reisebüro Koller zeigt uns eine tolle Auswahl an türkischen Orten und Hotels. Alles passt ins Budget, alles sah toll aus – doch am besten gefällt uns das Horus Paradise Village in Kumköy, welches er uns auch an Herz legte. Kumköy ist ein kleiner türkischer Vorort von Side am östlichen Mittelmeer und liegt etwa 75 km von Antalya entfernt. Das Hotel hat uns gerade deswegen überzeugt, weil es nicht nur aus einem Haupthaus dem „Horus Paradise Luxus Resort“ besteht, sondern über die gesamte Anlage kleine Nebenhäuser anbietet, die eben als „Village“ fungieren. Diese Zimmer sind dann natürlich nicht nur etwas billiger, sondern bieten auch die nötige Ruhe, die wir so dringend brauchten. Also fix eine Woche, All Inculsive gebucht und glücklich nach Hause gefahren.
Am 20.09 ging es dann auch schon los. Dank dem Bahnticket zum Flughafen, das in der Buchung inbegriffen war, konnten wir uns entspannt auf den Weg zum Flughafen München machen und mussten keine Gedanken an überhöhte Parkgebühren verschwenden. Dort angekommen starteten wir mit dem klassischen Weißwurstfrühstück in unseren wohl verdienten Urlaub.
Der Flug war super angenehm und in Antalya angekommen wurden wir direkt von unserem Reiseanbieter abgeholt und zum kleinen Transferbus gebracht. Die Fahrtzeit vom Flughafen zum Hotel war relativ kurz, da nur wenige Gäste ausgeladen werden mussten und so waren wir in einer knappen Stunde im schönen Kumköy angelangt.
Das Hotel bestach direkt durch die Größe und Eleganz. Ganz sicher waren wir uns daher nicht, ob das tatsächlich unsere Herberge für die nächsten sieben Tage sein soll, aber beeindruckt waren wir auf jeden Fall.

Der Check-In verlief super problemlos und schnell, vor allem dank der super freundlichen und kompetenten Hotelangestellen an der Rezeption. Unser Nebenhaus befand sich keine 2 Gehminuten vom Haupthaus entfernt und trotzdem brachte uns der Portier mit einem Golfbuggy zum Zimmer.

Dort angekommen legten wir nur kurz unsere Sachen ab, machten uns frisch und gingen auch schon um späten Abendessen, denn der Hunger war groß.
Das Buffet lies keine Wünsche übrig und wie es ein anderer Gast so schön sagte „wer hier nichts findet, der findet nirgends etwas zu Essen“. Aber dazu später mehr, jetzt wurde sich erstmal der Bauch vollgeschlagen und ins Bett gegangen.
Am nächsten Morgen konnte dann endlich die Anlage bei Tageslicht inspiziert werden. Leider nicht bei strahlendem Sonnenschein, denn gleich unser erster Tag brachte und ein paar Wölkchen. Trotzdem war es schön warm und die ersten Fotos konnten geschossen werden.

Das Zimmer

Vor allem unser Zimmer hatte es uns angetan. Zwar war es kein sehr großer Raum, dafür aber super ausgenutzt und toll eingerichtet. Alles sehr modern und renoviert, wie das ganze Nebenhaus in dem wir uns befanden. Die Dusche konnte ohne Barriere betreten werden und das Waschbecker war groß genug um alle Dinge, die man so mit sich schleppt zu verstauen. Ein Fön, Seife, Duschlotion und Shampoo waren ebenfalls vorhanden, außer der Seife wurde dies aber nicht von uns genutzt.

Das Bett war sehr bequem, nur die Kissen etwas zu weich, aber das kann man wohl nie jedem Recht machen, wie es eben so ist 😉 Vorhanden waren ebenfalls ein Kühlschrank mitGetränken, der jeden Tag kostenfrei wieder aufgefüllt worden, sowie ein Safe, den man bei Bedarf anmieten konnte. Den Preis habe ich nicht mehr genau im Kopf, aber er war absolut in Ordnung – ich glaube 2 Euro am Tag plus ein Pfad für den Schlüssel. Auch der Schrank war groß genug für alle Sachen und die Beleuchtung des Raums war sehr angenehm und vor allem – vom Bett aus regulierbar ! Unser Fernseher funktionierte leider nicht, aber nach einem Anruf an der Rezeption, wurde dies sofort behoben, ohne dass wir auf einen Techniker warten mussten. Einziger Wehmutstropfen am Zimmer war der fehlende Balkon. Wir hatten zwar, wie man auf den Bildern sieht, so etwas ähnliches wie eine Balkon, aber darauf stehen oder gar sitzen konnte man nicht. Die Handtücher konnten in Ruhe draußen trocknen, rauchen wäre auch noch gegangen, aber trotzdem vermisste ich es mich auf einen richtigen Balkon setzen zu können. Naja gut, unser Budget war eben nicht sehr hoch, irgendwo muss man auch mal Abstriche machen.


Die Hotelanlage

Gar nicht so einfach dafür Worte zu finden, denn das Gelände ist wirklich groß. Das Hotel liegt auf einem Hang – so wie viele Hotels in Kumköy. Zum Strand muss man einfach nur den Berg hinab steigen durch die wunderschön grüne und gepflegte Anlage. Vorbei geht es dabei am Haupthaus mit den Restaurants, den vier Pools und den Village Häusern. Am Strand angelangt findet man direkt das große Strandstück das zum Hotel gehört. Liegen mit Auflagen sind zwar vorhanden, aber wer nicht typisch deutsch bis ca. 8 Uhr seine Handtücher verteilt, der muss leider im Sand liegen. Wir haben uns täglich dazu aufgerafft und konnten dann nicht nur das tolle Strandstück, sondern auch das tolle Wasser genießen. Der Sand dort ist sehr fein und die Schirme schützen vor der Sonne. Mülleimer an den Schirmen werden regelmäßig geleert und somit hat man eigentlich nichts zu tun, als sich zu entspannen. Die Pools haben wir bis auf einmal nicht genutzt. Doch von diesem einen Mal kann ich nur sagen, dass auch diese sehr gepflegt sind und das Wasser nicht zu kalt oder zu warm sowie sauber war. Die zwei großen Pools wurden unterteilt in „Action“ und „Ruhe“ so dass die Animation und die Musik nur am Action Pool für Unruhe sorgte ;). Die Liegenlage dort ist etwas entspannter. Durch die Größe der Fläche gibt es mehr als Liegen genug, welche sehr bequem sind.

Essen & Trinken

Natürlich ein sehr wichtiges Thema im Urlaub, denn wenn man All Inclusive bucht, möchte man sich nicht sieben Tage von Pommes ernähren müssen.
Wie ich schon erwähnt hatte, bekam man täglich neue Getränke in den Hotelzimmerkühlschrank. Darunter Fanta, Cola und Wasser. Während des Tages konnte man sich an den vielen Bars (im Haupthaus, an den Pools und am Strand) jederzeit Nachschub holen. Das Wasser gab es in Flaschen ohne Sprudel und in Gläsern mit. Natürlich konnte man sich dort auch alle anderen nichtalkoholischen und einheimischen alkoholischen Getränke holen, solange die Bars geöffnet hatten. Die Getränke in der Diskothek mussten selbst bezahlt werden und waren verhältnismäßig auch sehr teuer.
Verhungern ist auf jeden Fall keine Option in diesem Hotel. Man kann Frühstücken, Mittagessen, Teetrinken, Eis essen und natürlich Abendessen. Das Frühstücksbuffet erfüllte alle Wünsche von Gebäck, Brötchen, Gemüse, Obst, Joghurt über frisch gemacht Pfannkuchen, Spiegeleier, Würstchen usw. Den Kaffee konnte man sich selbst am Automaten holen, was oftmals zu einer kurzen Wartezeit führte, aber das war noch völlig im Rahmen. Man aß entweder drinnen oder draußen auf der tollen Terrasse mit Blick über die komplette Anlage und auf das Meer.


Beim Abendessen wurde es etwas komplizierter. Hier gab es entweder das Standart-Büffet im Hauptgebäude, oder man reservierte in einem der vier separaten Restaurants. Das Buffet im Haupthaus war durchgehend lecker. Es gab auch dort wieder jede Menge Salate, Fleischgerichte, vegetarische Gerichte, Fisch oder Gemüse. Einiges davon life und ganz frisch zubereitet, wie auch schon beim Frühstück die Spiegeleier und Pfannkuchen. Den türkischen Nachtisch brauche ich hier wohl nicht extra erwähnen, aber für die, die es nicht wissen: süßer und leckerer geht’s nicht. Torten, Cremes und Kekse wohin das Auge reicht.

Aktivitäten

Im Hotel kam wirklich jeder auf seinen Kosten. Ob groß oder klein, die Animation umfasste jede Altersgruppe. Von Wasseraerobic und Yoga über Beachvolleyball und Boja – jeder fand etwas das ihm Spaß macht. Die Animateure waren nicht zu aufdringlich, sondern genau im richtigen Rahmen und Abends war das tolle große Amphitheater nicht nur bei der Minidisco für die kleine, sondern auch bei der Shows gut gefüllt und machten Spaß. Die Disco testeten wir nur einmal, denn es lief ausschließlich türkische Musik und die Getränke waren einfach zu teuer. Dafür konnte man sich aber im Strandrestaurant auf ein Bier niederlassen und den Abend mit Blick aufs Meer ausklingen lassen. Die Bars hatten leider nur bis 23 bzw. 24 Uhr geöffnet, was etwas schade war. In der Anlage konnte man einen Tennisplatz kostenfrei nutzen, allerdings musste man für das Ausleihen der Schläger und Bälle 5 Euro pro Stunde bezahlen. Der Platz war gepflegt und auch die Schläger einigermaßen ok, sogar gut wenn man das mit anderen Hotels vergleicht. Paragliden war natürlich auch möglich, sowie das Fahren mit Jetskis, Motorboten oder anderen Tagesausflügen. Diese Aktivitäten kostet allerdings alle extra und das nicht wenig.

Auf jeden Fall konnte jeder, der aktiv sein wollte etwas finden, das ihm Spaß macht – ich für meinen Teil fand meine Strandliege und mein Buch am spannendsten ;)

Das Hotelpersonal

Hier kann ich mich relativ kurz halten. Von den Putzfrauen, über die Kellner bis hin zum Hotelmanager waren alle super freundlich, hilfsbereit und haben jederzeit ihre Arbeit so gemacht, wie man sich das wünscht. Die deutschen und englischen Sprachkenntnisse waren bei fast allen ausreichend, so dass man sich verständigen konnte und einige sprachen sogar perfektes Deutsch – fast besser als ich mit meinem bayerischen Akzent! ;)

Die Gegend

Zu guter Letzt möchte ich noch auf die wundervolle Gegend und natürlich das Shopping eingehen. Für kleinere Ausflüge ist Kumköy perfekt, denn man kann nicht nur diesen Ort erkunden und sich durch die sehr sehr große Shoppingmeile kämpfen, sondern auch Side liegt nur 20 Gehminuten oder 5 Taximinuten von Kumköy entfernt. Dort kann man die Restaurants, das Nachtleben oder eben auch die Zahlreichen Geschäfte durchstöbern und das ein oder andere Schnäppchen machen. Mir persönlich hat Kumköy fast noch besser gefallen, da es dort noch mehr Marktcharme hat. Auch ist Manavgat nicht weit entfernt, so dass man dorthin ebenfalls einen Ausflug machen könnte.
Shoppingtechnisch bin ich auf jeden Fall auf meine Kosten gekommen, währen mein Freund das Vergnügen hatte sich den Bauch mit Köstlichkeiten vollzuschlagen. Auch die Kultur ist nicht ohne. Man kann viele Ausflüge zu historischen Denkmälern buchen, allerdings haben wir das nicht getan.

Das Wetter

Im September ist das Wetter natürlich nicht mehr extrem heiß, wie im August. Wir hatten durchgehend um die 26-30 Grad und 2 Tage leichten Regen. Einmal ganztägig und einmal nur Abend. Kalt war es allerdings nie und gestört hatte uns das auf keinen Fall.
Am Schluss bleibt mir nichts außer euch das Hotel von vorne bis hinten zum Empfehlen. Auch waren wir vollkommen zufrieden mit der ganzen Buchung, den Anreise- und Abreisezeiten sowie dem ganzen Ablauf der Buchung. Der Preis war natürlich elementar wichtig für uns und auch dieser blieb in unserem Rahmen. Für uns war es ein rundum gelungener Urlaub mit viel Entspannung wenig Bewegung, aber das muss auch einmal sein. Aber genug von mir, der Text ist sowieso länger geworden, als es geplant war. Ich hoffe euch gefällt der kleine Reisebericht und hilft euch bei eurer Entscheidung für den nächsten Urlaub.

Hoscakal, tekrar görüşmek üzere,

Max und Tanja